16.03.2016

2 Minuten 2 Millionen - Mit feeat in der Start-Up-Show von Puls4.

Mein ganz persönlicher Nachbericht
2 Minuten 2 Millionen Foto ©Bernhard Eder
"The show must go on". 2 Minuten 2 Millionen geht ohne uns weiter. Wir gehen ohne 2 Minuten 2 Millionen weiter. Unseren Weg. Ohne das erhoffte Investment. Die Lehren aus diesem Fernsehabenteuer sind gezogen. Selbstkritisch. Systemkritisch. Es war eine wertvolle Erfahrung, welche ich nicht missen will.

Wir, das ist feeat - die verlängerbare Bettwäsche mit integriertem Fußssack. Für Menschen mit langen Beinen, kalten Füßen oder unruhigem Schlaf. Wir, das ist die Alternative zu Wollsocken und Bettflasche. Wir, das sind ehrgeizige Unternehmer mit einer simplen, aber genialen Idee (Selbstlob stimmt). Wir, das ist eine patentierte Lösung. Wir, das sind aufgeweckte Visionöre. Eingeschlafen in der Old Economy. Aufgeprallt in der Realität. Aus dem Schlaf gerissen in der "World of App".

Alles begann vor mehr als 2 Jahren. Zuerst war es eine Idee. Dann wurde ein Patent daraus. Eine fünfstellige Summe ist dafür investiert worden. Anwälte hauptsächlich. Patentanwälte. Dann wurde die GmbH gegründet. Mit knappen Mitteln eine Marketingstrategie konzipiert und umgesetzt. Webshop inklusive. Lauter private Investments. Geld, Zeit und Hirnschmalz. Die Chance, bei der Start-Up-Show von Puls4 mitzumachen ergab sich. Wir sind dahingegangen. Frei nach dem Motto, schauen wir was passiert.

Bei der Aufzeichnung haben wir unser Bestes gegeben. Diese war eine gefühlte Ewigkeit her. Mit dem seit der gestrigen Ausstrahlung bekannten Ergebnis haben wir überwintert. Stillschweigend. Analysierend. Warum? Warum nicht? Mit uns und dem Rest der Welt hadernd. Es war ein Show. Und als solche lernten wir das Erlebte so zu nehmen. Es gibt schwarz und weiß. Dazwischen nichts. Es gibt Gewinner und Verlierer. Fünf Investoren, die das Recht haben, sich ihr Investment auszusuchen.
Und es gibt ein Drehbuch. Weil es eine Show ist. Dieses Drehbuch kennst du als Teilnehmer nicht. Du bist Spielball der Sendungsverantwortlichen. Sie entscheiden, was gesendet wird. Was und wie geschnitten wird. Sie machen dich zu schwarz oder weiß. Nach der gestrigen Ausstrahlung fallen wir selbstreflektierend ins Schwarz.

Ok. Unsere Idee hat bei keinem der Investoren Interesse geweckt. Dafür müssen wir uns nicht unbedingt selbst an der Nase ziehen und rüffeln. Wir haben es trotzdem gemacht. Nachher ist man bekanntlich immer klüger. OK. Wir (ich) habe in der Sendung Fehler gemacht. Ein paar kleine und einen größeren. Der Reisverschluss - das Wichtigste an unserem Patent - hat geklemmt. Kann passieren. Darf aber nicht. Es war die Hektik. Auch wenn es eine Aufzeichnung war. Mehr als 2 Minuten Zeit hatte ich nicht. Es ist passiert. Ein kleines Missgechick für uns. Gefundenes Fressen für die Regie. Sowohl in der Ankündigung und in der Sendung wurde dies zum Thema. Gut für die Show.

Die Gewinner der Show sind eindeutig die Apps. letsdvel und hockify (Jobswipr) cashten insgesamt über € 2,0 Millionen an Investment und 7Ventures Werbegeldern ab. Chapeau. Michael Altrichter sah die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells. Ein Tinder für Jobs und ein Facebook für Entscheidungen. Man kann sich vieles schön reden. Und man kann vieles weniger schön reden. Zum Beispiel kann man aus feeat auch FIAT ableiten (Originalton Frau Marie-Helene Ametstreiter). Gut für die Show.

Daten beherrschen die Welt. Communities beherrschen die Investments. Ohne App keine Kohle. Voraussetzungen, die wir mit einer patentierten, verlängerbaren Bettwäsche mit integriertem, abnehmbarem Fußsack nicht haben. Old Econmy eben. Aber wir geben nicht auf. Wir basteln schon einen Tag nach unserem persönlichen Titanic Abenteuer an einer App Lösung. Eine Bettwäsche mit integriertem Tablet. Über eine App können dann bevorzugte Träume ausgesucht werden. Diese werden dann mittels WLAN ins Hirn verpflanzt. Blockbuster to sleep quasi. Die App kann dann auch aufgrund der Statur und der Körperwärme des Liegenden, die Länge und die Dicke der Bettwäsche automatisch anpassen. Auch die Stoffe werden mittels Scanner angepasst. Sogar die Schweißsaugfähigkeit reguliert sich von selbst. Unartig zustande gekommene Flecken natürlich sofort entfernt. Schwitzt man in der Nacht, dann ändert sich das Material. Namen für unsere App haben wir auch schon. "sleepify", "traumly", "schlappy", "Traummenly" - nur 4 der vielen Ideen, die wir haben. Wir bieten Investoren für € 1,0 Million, satte 7% unserer Firmenanteile. First come. First deserve.

Aufgeprallt in der Realität, stehen wir wieder auf. Auch wenn es sich in unserer feeat Bettwäsche besser schlafen lässt.

Guten Morgen.
Cristian Gemmato

PS: der Inhalt dieses Blog entspricht meiner persönlichen Meinung und spiegelt nicht die Meinung von feeat wider.






1 Kommentar:

  1. Ich hab mir das schon letzte Woche gedacht und dieses mal wurde ich bestätigt. "Ohne App bist a Depp".
    Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg.
    Martin
    PS: für die nächsten Folgen hab ich ein Bullshit-Bingo gefunden. http://bit.ly/1YZrPFR

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