30.03.2016

I glab, de tian z'Fleiß - immer wieder Wickel mit A1

Eine unendliche Geschichte.
A1. Warum ich?
Eines vorweg. Ich wechsle nicht, weil ich wieder gebunden bin. Ich habe mir die Freiheit billig abkaufen lassen. Mit einem neuen iPhone. Samt Vertrag. Damals. Vor einem Jahr. Das 6er war im Visier meiner Begierde. 24 Monate Bindung hat's mich gekostet. Das Handy selber ein Vermögen, zahlbar in 24 gleichen Raten ohne Zinsen. Montat für Monat.

Und noch was. Ich habe auch ein Festnetzinternet. Von A1. Und ich habe A1 TV. Zweiteres geht nur mit Ersterem. Weil was anderes an meinem Standort nicht verfügbar ist. Glasfaserinternet habe ich. Eines, das nicht funktioniert. Die volle Bandbreite? Keine Chance. Etwas mehr als die Normale. Wurscht.

Und jetzt zum Punkt. Aufgrund dieser zwei Produkte habe ich bei A1 auch zwei Kundennummern und zwei Accounts. Seit zwei Jahren versuche ich, diese beiden "Produkte" zusammenzuführen. Das wäre dann eine statt zwei Rechnungen und ein Passwort statt zwei Passwörter für den "Mein A1" Zugang. Und es wäre eine App statt zwei Apps. Wie gesagt seit zwei Jahren versuche ich vergebens.

In der Zwischenzeit habe ich mit vielen Mitarbeitern vom Call Center - Gott segne sie, gesprochen. Die Armen zeigten geschultes Verständnis, konnten mein Problem aber nicht lösen. Immer war das System Schuld. Logisch. Die Telekom AG ist ja ein kleiner Verein.

Den Höhepunkt erreichte diese unendliche Geschichte am Ende des letzten Monats. Nachdem es mir gelungen war, endlich die Zusammenführung zu erbarmen, bekam ich eine Rechnung von A1 über € 279,52. Sofort habe ich Einspruch erhoben und das Ganze auch bei der RFT (Rundfunkregulierungsbehörde) gemeldet. Noch nicht ahnend, auf was sich diese € 279,52 beziehen. Nach dem Einspruch meldet sich wieder eine Call-Center Mitarbeiterin - Gott segne sie. Sie erklärt mir jetzt, dass die Zusammenführung der zwei Accounts (meine zwei Accounts) einem Neuvertrag gleichzustellen sind, so dass A1 die restlichen 12 Raten für das iPhone6 mit sofortiger Wirkung eingezogen hat. Cool, oder? Tschüss Ratenzahlung.

Dass ich etwas perplex war ist nachzuvollziehen. Die einzige Chance, dies rückgängig zu machen wäre gewesen, bei meiner Bank eine Rückbuchung zu veranlassen, damit das träge, aufgeblasene A1 System wieder auf Ratenzahlung umschwenken kann. Ich habe darauf verzichtet. Viel zu komplizert. Es hat mir genügt zu wisen, wie intensiv man sich bei A1 bemüht hat, die Angelegenheit bei der RTR zu bereinigen. A1 mit vollen Hosen. Das gefällt mir.

Detail am Rande: Die Zusammenführung der Accounts ist immer noch nicht vollzogen. Nach wie vor habe ich zwei Accounts, welche ich auch nicht "ganz einfach" (Originalzitat Call-Center Mitarbeiterin) in "Mein A1" zusammenführen kann. Siehe Bild oben. Service steht derzeit nicht zur Verfügung Derzeit heißt bei A1 seit zwei Jahren und wahrscheinlich noch die nächsten 100 Jahre.

A1. Warum ich?

Cristian Gemmato

16.03.2016

2 Minuten 2 Millionen - Mit feeat in der Start-Up-Show von Puls4.

Mein ganz persönlicher Nachbericht
2 Minuten 2 Millionen Foto ©Bernhard Eder
"The show must go on". 2 Minuten 2 Millionen geht ohne uns weiter. Wir gehen ohne 2 Minuten 2 Millionen weiter. Unseren Weg. Ohne das erhoffte Investment. Die Lehren aus diesem Fernsehabenteuer sind gezogen. Selbstkritisch. Systemkritisch. Es war eine wertvolle Erfahrung, welche ich nicht missen will.

Wir, das ist feeat - die verlängerbare Bettwäsche mit integriertem Fußssack. Für Menschen mit langen Beinen, kalten Füßen oder unruhigem Schlaf. Wir, das ist die Alternative zu Wollsocken und Bettflasche. Wir, das sind ehrgeizige Unternehmer mit einer simplen, aber genialen Idee (Selbstlob stimmt). Wir, das ist eine patentierte Lösung. Wir, das sind aufgeweckte Visionöre. Eingeschlafen in der Old Economy. Aufgeprallt in der Realität. Aus dem Schlaf gerissen in der "World of App".

Alles begann vor mehr als 2 Jahren. Zuerst war es eine Idee. Dann wurde ein Patent daraus. Eine fünfstellige Summe ist dafür investiert worden. Anwälte hauptsächlich. Patentanwälte. Dann wurde die GmbH gegründet. Mit knappen Mitteln eine Marketingstrategie konzipiert und umgesetzt. Webshop inklusive. Lauter private Investments. Geld, Zeit und Hirnschmalz. Die Chance, bei der Start-Up-Show von Puls4 mitzumachen ergab sich. Wir sind dahingegangen. Frei nach dem Motto, schauen wir was passiert.

Bei der Aufzeichnung haben wir unser Bestes gegeben. Diese war eine gefühlte Ewigkeit her. Mit dem seit der gestrigen Ausstrahlung bekannten Ergebnis haben wir überwintert. Stillschweigend. Analysierend. Warum? Warum nicht? Mit uns und dem Rest der Welt hadernd. Es war ein Show. Und als solche lernten wir das Erlebte so zu nehmen. Es gibt schwarz und weiß. Dazwischen nichts. Es gibt Gewinner und Verlierer. Fünf Investoren, die das Recht haben, sich ihr Investment auszusuchen.
Und es gibt ein Drehbuch. Weil es eine Show ist. Dieses Drehbuch kennst du als Teilnehmer nicht. Du bist Spielball der Sendungsverantwortlichen. Sie entscheiden, was gesendet wird. Was und wie geschnitten wird. Sie machen dich zu schwarz oder weiß. Nach der gestrigen Ausstrahlung fallen wir selbstreflektierend ins Schwarz.

Ok. Unsere Idee hat bei keinem der Investoren Interesse geweckt. Dafür müssen wir uns nicht unbedingt selbst an der Nase ziehen und rüffeln. Wir haben es trotzdem gemacht. Nachher ist man bekanntlich immer klüger. OK. Wir (ich) habe in der Sendung Fehler gemacht. Ein paar kleine und einen größeren. Der Reisverschluss - das Wichtigste an unserem Patent - hat geklemmt. Kann passieren. Darf aber nicht. Es war die Hektik. Auch wenn es eine Aufzeichnung war. Mehr als 2 Minuten Zeit hatte ich nicht. Es ist passiert. Ein kleines Missgechick für uns. Gefundenes Fressen für die Regie. Sowohl in der Ankündigung und in der Sendung wurde dies zum Thema. Gut für die Show.

Die Gewinner der Show sind eindeutig die Apps. letsdvel und hockify (Jobswipr) cashten insgesamt über € 2,0 Millionen an Investment und 7Ventures Werbegeldern ab. Chapeau. Michael Altrichter sah die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells. Ein Tinder für Jobs und ein Facebook für Entscheidungen. Man kann sich vieles schön reden. Und man kann vieles weniger schön reden. Zum Beispiel kann man aus feeat auch FIAT ableiten (Originalton Frau Marie-Helene Ametstreiter). Gut für die Show.

Daten beherrschen die Welt. Communities beherrschen die Investments. Ohne App keine Kohle. Voraussetzungen, die wir mit einer patentierten, verlängerbaren Bettwäsche mit integriertem, abnehmbarem Fußsack nicht haben. Old Econmy eben. Aber wir geben nicht auf. Wir basteln schon einen Tag nach unserem persönlichen Titanic Abenteuer an einer App Lösung. Eine Bettwäsche mit integriertem Tablet. Über eine App können dann bevorzugte Träume ausgesucht werden. Diese werden dann mittels WLAN ins Hirn verpflanzt. Blockbuster to sleep quasi. Die App kann dann auch aufgrund der Statur und der Körperwärme des Liegenden, die Länge und die Dicke der Bettwäsche automatisch anpassen. Auch die Stoffe werden mittels Scanner angepasst. Sogar die Schweißsaugfähigkeit reguliert sich von selbst. Unartig zustande gekommene Flecken natürlich sofort entfernt. Schwitzt man in der Nacht, dann ändert sich das Material. Namen für unsere App haben wir auch schon. "sleepify", "traumly", "schlappy", "Traummenly" - nur 4 der vielen Ideen, die wir haben. Wir bieten Investoren für € 1,0 Million, satte 7% unserer Firmenanteile. First come. First deserve.

Aufgeprallt in der Realität, stehen wir wieder auf. Auch wenn es sich in unserer feeat Bettwäsche besser schlafen lässt.

Guten Morgen.
Cristian Gemmato

PS: der Inhalt dieses Blog entspricht meiner persönlichen Meinung und spiegelt nicht die Meinung von feeat wider.






29.02.2016

Zu viel Apple ist nicht gesund.

Blogbeitrag von Cristian Gemmato
Zu viel Apple ist nicht gesund.
Lange ist es her. Sehr lange ist es her, dass ich hier einen Beitrag geschrieben habe. Aus gutem Grund. Mein Gemüt hatte sich beruhigt. Die Notwendigkeit mich schriftlich abzureagieren war dramatisch gesunken. Zum Wohle meines Karmas. Und zum Wohle meines Umfeldes. Krank hat man mich vorher genannt. Krank aber auch nachher. Weil ich so ruhig geworden sei.

Seit gestern aber quält mich der Wille, wieder einmal schriftlich zu kommunizieren. Mich mitzuteilen. Meinen Prozess der Mäßigung für kurze Zeit zu unterbrechen. Aus gutem Grund.

Es sind oft Millimeter und Millisekunden, die über Glück und Unglück entscheiden. So wie vergangenen Sonntag. Ich lade mein iPhone am MacBook. Nach erfolgtem Ladevorgang nehme ich mein Handy zu mir und schließe den Laptop. Genau in diesem Augenblick meint es das Schicksal nicht gut mir mir. Es legt den Lightning Anschluss zwischen Retina Display und Tastatur. Genau in jene Position, die beim Schließen des Deckels den größtmöglichen Schaden anrichtet. Millimeterarbeit. Es macht "klick". Einfach nur "klick". Leise. Unscheinbar. Folgeschwer. Die Auswirkungen merke ich noch nicht. Erst nach erfolgtem Stuhlgang, als ich mich wieder an den Computer setze. Das Retina Display ist hin. Dahin. Schwarze Streifen am rechten Rand. Aus einem 15,4" Bildschirm ist ein kaum 11" großes Display geworden. Ich bleibe erstaunlicherweise ruhig. Meine Gedanken drehen sich in diesem Moment sofort um ein neues MacBook und die Möglichkeit dieses zu finanzieren. Eine Reparatur schließe ich gleich mal aus. Ich ahne genau richtig. Das würde eine teure Angelegenheit werden.

Den Sonntag verbringe ich mit mir mitleidend. Ich versuche krampfhaft was Positives an der Sache zu erkennen. Finde diesesn postiven Strohhalm letztendlich im Aufräumen meines Bildschirmes. Knapp ein viertel meines Chaos waren ja hinter einer schwarzen Kristallwand verschwunden. Gegoogelt habe ich auch. Die Kosten für ein neues Retina Display. Mir war dann schlecht. Sehr schlecht.

Montag morgen kommt mir in den Sinn, meine Versicherung zu kontaktieren. Ich hatte mal eine Versicherung, welche solche Schäden abgedeckt hätte. Diese Versicherung hatte mich damals gekündigt, da ich solche Schäden auch öfters abgedeckt bekommen habe. Die neue Versicherung? Keine Ahnung. Eigentlich wollte ich dieselbe Polizze. Das sagte ich damals meinem Versicherungsvertreter. Im Kopf lukrierte ich zwischenzeitlich zusätzliche Umsätze. Der Schaden musste ja auch gedeckt werden.

Glück im Unglück. Die Versicherung zahlt. Ich brauche nur einen Kostenvoranschlag. Den versuche ich zuerst bei McShark zu bekommen. "In fünf Tagen können wir Ihnen das Angebot zuschicken." Verdutzt frage ich nach, warum das so lange dauern würde. "Das ist bei Apple so. Ich muss das Gerät zu einem Techniker bringen. Der schaut sich das Gerät. Dann bekommen Sie Angebot und Gerät. Fünf Tage ohne Laptop? Ich verabschiede mich wieder. Samt beschädigtem Gerät. Wegen meines Karmas nur leicht fluchend.


Mein nächster Weg bringt mich zu mymac.  € 1.040,- inkl. Ust steht dort am ausgedruckten Angebot, welches ich gleich meiner Versicherung weiterleiten. Ich darf den Laden mit meinem MacBook wieder verlassen. Nach dem OK der Versicherung, darf ich zwei Tage später den Laden wieder betreten. Um das Ersatz Display zu bestellen, benötigt mymac mein Gerät nochmals. Eine Dame verschwindet mit meinem Laptop im Hinterzimmer. Nach ca. 15 Minuten kommt sie retour. Ob mir ein Feuchtigkeitsschaden bekannt ist, denn der Laptop schwitzt. Man müssen ihn länger als die vorangeschlagten 1 1/2 Stunden untersuchen. Weil es ja eh ein Versicherungsfall ist. Mehr sage ich nicht dazu. Ich bitte das Display zu bestellen. Ich darf den Laden mit meinem Laptop wieder verlassen.

Nach zwei Tagen darf ich dann wieder hin. Das Display ist da. Ich überlasse mymac den Laptop. Zwei Stunden wird die Reparatur schon brauchen. In der Zwischenzeit mache ich es mir in einem Kaffeehaus gemütlich. Mit Bleistift und Zettel. Wie in alten Zeiten. Fast genau zwei Stunden später der Anruf. Laptop ist fertig.

Ich will das reparierte Gerät übernehmen. Doch ich darf nicht. Ich muss zuerst bezahlen. Bezahlen? € 1.040,-? Ich habe doch erwähnt, dass es ein Versicherungsfall ist. Rechnung bitte an die Versicherung. Das geht nicht. Warum nicht? Weil das nicht geht. Ich telefoniere mit der Versicherung. Nach langer Verhandlung - es ist ok, wenn ich zuerst zahle und dann die Rechnung an die Versicherung weiterleite. Ich begleiche die Rechnung und darf den Laden mit dem Gerät verlassen.

Wenige Minuten später betrete ich den Laden nochmals. Ich benötige das defekte Display. Besser gesagt, die Versicherung benötigt das Teil. Das geht nicht. Warum nicht? Weil, das nicht geht. Der Preis, den ich bekommen habe ist vorbehaltlich, dass das defekte Display an Apple zurückgeschickt wird. Stand im Kleingedruckten. Aber wer ließt das schon. Ich telefoniere mit der Versicherung. Nach langer Verhandlung - es ist ok, wenn ich das defekte Teil nicht an die Versicherung retourniere. Ich verabschiede mich und darf den Laden mit dem Gerät verlassen.

Ich gehe zum Auto und denke mir, zu viel Apple ist nicht gesund. Aber es gibt Schlimmeres.

Cristian Gemmato

15.10.2015

Wien wird anders.

"Wien wird anders." Nein, das ist kein neuer Wahlslogan. Auch wenn er aktuell passen könnte. "Wien wird anders" ist mein aktueller Schlachtruf. Ein leiser. Inoffizieller. Ein Motivationsschub. Ein Credo. Ein Glaubenssatz. Wien muss anders werden, weil ich jetzt dort bin. Nach vielen Jahren Stahlstadt Linz übersiedle ich in die Bundeshauptstadt. Ich habe meine wirtschaftlichen, betrieblichen und unternehmerischen Belangen dorthin verfrachtet. Meine privaten Interessen sind ja schon länger dort.

Ich kremple um, obwohl vieles gleich bleibt. Ich fange neu an, obwohl vieles weiter läuft. Ich gehe neue Wege, obwohl ich die Richtung nicht ändere. Wien wird anders. Das spüre ich. Das hoffe ich. Das brauche ich. Als Mensch. Als Unternehmer. Tapetenwechsel.

Meine Agentur bekommt eine neue Adresse. Meine SVA Beiträge kassiert jetzt die Wiener Gebietskrankenkasse. Die Steuern gehen an das Finanzamt Wien. Post erreicht mich ab sofort täglich. Endlich. Das 14tägige Leeren des Postkastens hat ausgedient. Mein Business verdient neue Vorzeichen. Die Beteiligung an der feeat GmbH wird operativer. Mein Blog bekommt mehr Gewicht. Er wird in Zukunft noch mehr zu meinem Lebensunterhalt beitragen und meinen bescheidenen Lebensstil bereichern. Ich gehe unter die Reisevermittler. Und Content Makers. Für Reisen, Produkte, Touren, Veranstaltungen. Ernährung. Mein Altes Ego werde ich noch mehr ausleben und bühnenfit machen. Als kreativer Propeller mache ich das Handwerk des Impulsschmiedes für Ideenlose großstadttauglich. Wien ich komme. Auch wenn du nicht auf mich gewartet hast.

Wien wird anders. Warten wir ab.

15.05.2015

Facebook und die organische Reichweite.

Oh! Wie fein. Es ist möglich auf Facebook mit organischer Reichweite zu punkten. Ganz einfach. Indem man den Nerv der Zielgruppe (Fans) trifft. Wie das am Beispiel meiner Seite "dieKetterechts" zu sehen ist. Hier hat sich eine kleine aber feine Fangemeinde zusammengefunden. Es geht um das Thema Rennrad mit gelegentlichem Fremdgehen. Laufen und Schwimmen, vulgo Triathlon als Randthema, da ich meine Triathlonambitionen etwas in den Hintergrund gestellt habe.

Knapp 3.000 Fans kann die Seite aufweisen. Bei den Profilbildern jener, welche der Seite folgen, überwiegen Helme. Radfahrhelme. Es handelt sich also quasi um eine Radcore Community.

An "normalen" Tagen mit laufenden Content über meine persönlichen Raderlebnissen beläuft sich die organische Reichweite zwischen 7.000 und 10.000 erreichten Personen pro Woche. Ein Wert, der für sich schon in Relation an der Fananzahl respektabel ist.

Wird den Content spezifischer, dann geht die Reichweite organisch schnell nach oben. Relevanter Content. Content, welche den Nerv trifft. Emotional. Tagesaktuell. Brisant. Das letzte Beispiel war ein Artikel über die Sonderstellung der Rennradfahrer beim Training in der StvO. Der ewige Kampf zwischen Autofahrern und Rennradfahrer. Wissend um ihre Rechte, bangen Rennradfahrer trotz allem um ihre Sicherheit.

Meine Schlüsse daraus: (für mehr organische Reichweite)

_lerne deine Fans kennen
_provoziere mit Themen, die dich und die Fans beschäftigen
_trifft deine Fans ins Herz
_halte dich spezifisch
_sprich die Sprache der Fans
_bleibt konstant und switche nicht allzu oft
_huldige die Nische
_bleib am Ball

Wir lesen uns.
Cristian Gemmato

05.05.2015

Social Media Marketing. Intuitiv das Richtige tun.

Vom Namen zur Marke.
Es gibt sie. Die Social Media Experten. Überall. Vor allem bei Kongressen. Meist stehen sie auf der Bühne. Key Note Speaker. Über den Dingen. Sie reden. Über dies und über das. Über was alles möglich ist. Über Erfolge anderer. Über best practice Beispiele. Ganz ober auf der Herzeigliste das Video von Volvo und Van Damme. Sie reden. Und der Rest hört zu. Was ist Social Media. Was kann Social Media. Immer noch die Hauptthemen. Wobei das buzzword Content Marketing da ganz schön aufholt. Kommunikation und Marketing im Wandel. Wer nicht digital ist, der existiert nicht. Täglich neue Tools machen das Ganze nicht einfacher. Der komplette Überblick ist unmöglich. Social Media Fort- und Weiterbildung als Fulltime-Job. Operatives arbeiten kaum mehr machbar. Es fehlt die Zeit und es fehlen die Budgets.

Es gibt sie. Die Social Media Experten. Und es gibt die Ahnungslosen. Die Spätberufenen. So wie ich. Ein Marketer der alten Schule. Mit Hausverstand. Durch Zufall in dieses Social Media gelandet. Neugierig und aufgeschlossen. Mit einer intuitiven Herangehensweise. Fasziniert von der Möglichkeit Marken auch in der digitalen Welt aufzubauen und zu führen. Was für eine geniale Spielwiese. Ein Übungsplatz. Ein Versuchlabor. Mit den Grundzügen des Marketings aus der Ära Kottler ausgestattet bin ich "damals auch" ins kalte Social Media Wasser gesprungen. Positionieren. Differenzieren. Inszenieren. Das hatte ich gelernt. Am Institut für Markentechnik im Genf.

Ich im Social Media. Inmitten von vielen anderen. Experten. Profis. Wohin sollte ich mein Ei legen um dann laut zu gackern? Für die Wahrnehmung versteht sich. Was sonst.  Also habe ich zuerst einen Schwerpunkt gesucht. Positionieren. Ich brauchte ein Thema, über das ich schreiben kann. Ein Thema das relevant sein könnte. Schnell war ich auf das Rennrad fokussiert. Meine Leidenschaft. Mein Blog war mit wenigen Handgriffen Online. dieKetterechts.com als zentrales Medium meiner Aktivitäten. Dann noch die Social Media Kanäle Facebook und Twitter. Instagram und Vimeo oben drauf. Für alles andere fehlte die Muse und die Zeit. Aber es fehlte nicht an der Begeisterung. Mein Thema mit Geschichten zu füllen. Schön langsam wuchs meine Community. Differenzieren. Live Berichte von meinen Rennradreisen mit quaeldich.de, von meinem Ironman für Stiegl, von meine Leidensgeschichten und Hoppalas am Rennrad und in Laufschuhen und unterhaltsame Meme haben wohl den Nerv meiner Leser getroffen. Inszenieren. Da und dort auch immer wieder etwas sticheln. Zwecks der Interaktion und der Einbindung der Community. Alein reden macht keinen Spass.

Natürlich könnte ich jetzt alles aus fachlicher Sicht analysieren. Monitoring und so weiter. Wer die Zahl hat, hat die Qual. Aber Zahlen interessieren mich weniger. Bin ja kein Mathematiker. Die Welt der Marken interessiert mich viel mehr. Branding. Digital. Eh schon wissen. Wer nicht digital ist, der existiert nicht. Zumindest nicht auf Google. Wegen der Suchmaschinensachen. Mit meiner ketterechts bin ich jetzt auf Google. Sogar bei Suchbegriffen Stiegl Sportweisse, Ironman Austria, quaeldich.de oder auch Rennradfahren Kärnten. Nur weil ich von mir und dem was ich mache erzählt habe. Und wie es aussieht nicht ganz verkehrt. Quasi die blinde Henne, welche ihr Korn gefunden hat. Sprichwörtlich und real.

Mein Markenaufbau im Internet. Mit all dem was mir zur Verfügung steht. Zeitlich gesehen. Weniger theoretisch. Praktisch. Intuitiv. Meine Marke bin ich und meine Marke ist dieketterechts. Status quo. Über 156.000 Blog-Seitenaufrufe. 2.860 Fans auf Facebook. Mit hoher Interaktion. Eine starke Wiedererkennung im "realen" Leben.  Eine eigene Radtrikot Serie. Über 300 Teile davon verkauft. Alles ohne Social Media Ausbildung. Autodidaktisch. Umgesetzt. Ahnungslos. Markenbildung. Jene der alten Schule.





Mein Hobby als best practice Beispiel? Nein. Viel zu früh. Viel zu unspektakulär. Da sind Volvo und Van Damme viel besser. Namhafter. Herzeigbarer. Und analysierbarer. Von den vielen Social Media Experten. Jene von oben. Die auf den Bühnen. Key Note Speaker. Das verkauft sich besser. "Denken Sie wie Volvo" klingt anders als "denken Sie wie dieKetterechts."


Meine Kennzahlen würden aber für sich sprechen. In Relation. Logisch. Vor allem die organische Reichweite. Jene Reichweite, welche laut den Experten bei Facebook schwer zu steuern ist. Facebook will Geld. Facebook will verdienen. Facebook hat uns in der Hand. Fragt die Social Media Experten. Die wissen das sicher.

Ich denke, ich mache da was halbwegs richtig. Obwohl ich jetzt nicht auf den Zeitpunkt meiner Postings schaue. Vormittags, nachmittags, abends, tief abends, früh morgens. Wann ich Lust habe, schreibe ich. Die Häufigkeit ändere ich auch immer wieder. Mal lass ich auf mich warten, mal spame ich wieder Timelines voll. Experten würde mich dafür wohl rügen und mir die perfekte Posting-Formel verraten.

Redaktionsplan? Fehlanzeige. Gespür lenkt mich. Tagesaktuelles oder allgemein interessantes. Immer mit Bezug zum Thema Rennrad, Laufen und manchmal auch Schwimmen. In Summe Triathlon genannt. Unterhaltung. Meine Content Strategie. Zielgruppenrelevante Unterhaltung. Sofern man das so nennen kann. Nicht nur Online. Man trifft sich ja zwei Mal im Leben. Im Web und außerhalb. So soll es sein. Das ist das Faszinierende. Meine Community ist real.

Ich bin zwar ein kleiner Fisch. Aber jeder große Fisch war einmal klein. Mal sehen, was diese Spielwiese noch alles für Überraschungen parat hat und mal sehen, was ich von den Social Media Experten noch alles lernen kann. Denn anhören tue ich mir ihr Gequatsche auch. Logisch. Dafür sind sie ja da. Umsetzen kann ich ja sowieso nicht alles. Nur das, was meine Intuition für gut empfindet.

Cristian Gemmato
www.dieketterechts.com
www.gemmato.com


31.01.2015

Die Facebook Spione in meinem Browser.

Facebook hat seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert. Ab sofort wird über meinen Browser mein Surfverhalten ausspioniert. Deshalb habe ich seit gestern 00:00 Uhr zwei Mitarbeiter von Facebook bei mir im Browser sitzen. Ausgestattet mit Stirnlampe, Lupe, Bleistift und Block wollen sie alles aufzeichnen, was ich so am Tag im Internet treibe und vertreibe. Ein weiterer Facebook Mitarbeiter sitzt in meinem Handy drinnen. Nur einer. Hier ist der Platz ja etwas beschränkt. Dieser Mitarbeiter hat sogar eine Landkarte bei sich. Einen Weltatlas. Damit er auch die Locations festhalten kann. Jene die ich besuche und nicht über Swarm angebe.

Eigentlich ist das ja nichts Neues. Denn in meinem Browser sitzen ja bereits zwei Google Mitarbeiter. Und das schon seit Jahren. Mit dem Unterschied, dass diese im Firefox sitzen, während die Facebook Spione bei mir im Safari ihre Zelte aufgeschlagen haben. Ja, weil ich seit gestern für Facebook einen eigenen Browser benutze. Ich habe das irgendwo aufgeschnappt. Dass man das so machen kann und soll. Um Spuren nicht so leichtfertig nachvollziehbar zu machen.

Mein Laptop hat somit insgesamt vier Untermieter. Möglicherweise auch mehr - denn das Netz ist ja voller Kakerlaken, von denen ich nichts weiß. Bis jetzt waren sie auch unauffällig. Die zwei Facbooker. Bis auf ein paar Anfragen. Sie wollten was zu trinken haben. Und Hunger hatten Sie auch. Zu Zeiten, an denen ich noch geschlafen habe. Die Zeitumstellung. Die sind ja gute 8 Stunden hinten. Ich musste also sehr früh aufstehen, um ihnen einen Kaffee zu machen. Dieser war Ihnen dann zu stark. Ich sagte, dass es üblich sei bei mir Espresso zu trinken. Kurz und stark. Doch die meinten, dass man bei Facebook eigentlich Kaffeewasser trinken würde (müssen). So habe ich dann nochmals Kaffee gemacht. Mit doppelt Wasser und die Hälfte Pulver. Der hat dann geschmeckt. Ein paar Stunden später wurde ich gefragt, ob ich Cola und Chips hätte. Woher denn? Ich bin ja Sportler. Also ab zur Tanke, Cola und Chips kaufen. Habe gleich Zigaretten mitgenommen. Man weiß ja nie. Eigentlich bin ich militanter Nichtraucher. Aber bevor die zwei zu raunzen beginnen sollten, erlaube ich es ihnen. Wird hoffentlich im Alugehäuse meines MacBooks bleiben, der Rauch. Und siehe da. Sie haben nach einer Tschick verlangt. Zuerst habe ich abgelehnt und ihnen mein striktes Rauchverbot auftischen wollen. Dann hat einer angefangen mit dem Bleistift auf mein Logicboard zu tippen, dass mein ganzes iOS System angefangen hat zu wackeln. Das hat mich derart gestört, dass ich die Zigarette erlaubt habe. Zehn Minuten Später war meine ganze Wohnung eine Qualmhöhle. Das Alugehäuse ist mehr als nur undicht.

Derzeit schlafen die beiden. Der Jetlag macht ihnen etwas zu schaffen. Auch wenn ständig bei denen das Telefon läutet, schlummern sie. Ist wohl der Herr Zuckerberg oder einer seiner Assistenten. Oder ein Weckdienst. Keine Ahnung, was die bei Facebook so alles für Sonderleistungen haben. Ich muss erst sehen, wie sich das mit den zwei entwickelt. Die Google Typen habe ich ja brav im Griff. Immer wieder gebe ich Ihnen ein paar Fährten. Damit sie arbeiten können. Meinen Spuren folgen können. Von Porno bis hin zu christlichen Inhalten. Ich verspure alles. Damit sich die Arbeit der beiden lohnt. Logisch ist das alles nicht.

Was mich etwas irritiert ist die Tatsache, dass durch die 2+2 Mitbewohner in meinem Browsern diese jetzt noch mehr an Geschwindigkeit eingebüßt haben. Zuerst wollte ich A1 wieder die Schuld geben. Aber dann habe ich zugesehen, wie die Facebook Spione jedes Bit sich anschauen und einer Leibesvisite unterziehen. Typisch Ami halt. Mit Scanner, Bodyscanner, Durchleuchtung. Die Bits müssen sogar ihre Schuhe ausziehen. Ihre Gürtel ablegen. Logisch, dass sich da alles staut. Das frustriert. Nicht nur mich. Auch die Bits sind es.

Die Facebook Spione in meinem Browser muss ich loswerden. Ich werde mal an den Privatsphäre Einstellungen tüfteln. Vielleicht gelingt es mir, so für die beiden ein Ticket zurück nach Amerika zu bekommen.

Ich werde darüber berichten.
Cristian G.